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Die Gedanken der Musiker

Es war ein voller Erfolg am letzten Wochenende, die zwölfte Auflage des Brunnenfestes, dessen Durchführung jedoch fast gescheitert wäre. Die Theke und die Bühne stand unter Strom. Man hat es hinbekommen, fragt mich aber nicht wie sagte Rolf Philippi der Vorsitzende des VFB Friedberg.

Es war in der Tat ein fulminantes Konzert, das die Altmeister des Rock `n´ Roll im Burghof boten: Die Buddy Caine Band spielte, als seien die leicht ergrauten Herren auf der Bühne gerade mal 20 Lenze jung. So etwa als die Rhythmus-Sektion ein betörendes >Ghostriders< anstimmte und die drei Bläser IRON TYRONE, WAYMOND „King of Soul“ Harding, und MIKE, die Pause dazu nutzten, um im Hof des Finanzamtes nur so für sich ein paar improvisierte Soli in den nächtlichen Rock ´n´ Roll Himmel zu zaubern, dass man als ehemaliger Blechbläser vor lauter Scham im Boden versinken und am liebsten nie wieder so ein Instrument anfassen möchte. Einfach wunderbar. Wunderbar war auch als Buddy Caine (alias Joachim S.), die Zuschauer begrüßte. Woher nimmt dieser Mann mit seinen 60 Lenzen nur diese Stimme. Dazu muss man wissen, dass der Bandleader ein, na ja, hübsches kleines Bäuchlein vor sich herträgt, frei nach dem Wiglaf-Droste-Vers:

„Mein Lieblingsduft ist Rotweinhauch, I never need no Waschbrettbauch“

Das macht rein gar nichts und tut der Musik ja auch keinen Abbruch. Buddy Caine begrüßte also das Publikum mit den Worten: >Getanzt habt ihr ja noch nicht sehr viel<, und mit Blick über die Tische, wo sich Bierglas an Bierglas reihte: > aber vielleicht isses mit Essen und Trinken ja genauso gut. Wir sind auf jeden Fall gedanklich bei euch<. Wie sollen wir das verstehen? Musikalisch bei „Twist and Shout“ gedanklich bei Bratwurstduft und Fassbierschaum? Wie auch immer, wir gönnen`s dem unvergleichlichen Buddy und seinen nicht weniger begnadeten Musikerkollegen. Diese Band ist ein Garant für eine gelungene Feier und wird allen Gästen in bester Erinnerung bleiben.

Quelle: Wetterauer Zeitung

 





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